MR. INDECISION
Mr. Indecision erwartet den Tag
voller Gleichgültigkeit, außer es gibt
Berechnungen, die zweckvolle Volten
anbieten: Ernährung, Tanz, Lust.
Mr. Indecision liebt es, auf Parkbäumen
solopsisistische Ironieschleifen
aufzuzeichnen, mit dem Argument
der Gefahrlosigkeit. Vollkommene Beliebigkeit
ist in die Gesichter der Spaziergänger,
auch Läufer eingegraben, hündischer
Gebrauch von Freiheit. Die Hütte lockt,
die Kette, eintönig wohlschmeckender Fraß.
Einige Male der Versuch zur Begattung.
Tore dürfen übersprungen werden,
Aufhüpfer beklatscht, schnell dringt wieder
stinkende Einsamkeit durch, dieses Hinken,
Widerwille beim Anblick des Gefängnisgevierts.
Das Spiel ist leer, das Spielzeug – falls vorhanden –
festgefressen zwischen den Reißzähnen.
Blut eine äußerste Seltenheit. Alles knurrt,
doch wie ein entwaffnend milder Ton.
Die Konkurrenz ist weit weg, faktisch
nicht existent. Auf das Studentenleben
folgt übergangslos das eines Pensionärs.
Immer dieselben Ausführungen von immer
den gleichen Frauen, egal, ob alt oder jung,
geistesabwesend und mehr oder minder
osteoporotisch. Der Hund, voller Mitleid,
wird nicht davonrennen, nur schnüffelnd
sich anschmiegen. Eine höchst politische
Entscheidung, ohne Emphase. Das mittlere
Alter im Anmarsch, keine Veränderung in Sicht
(Montag, 18. September 2005, 5 Uhr, Venedig)
voller Gleichgültigkeit, außer es gibt
Berechnungen, die zweckvolle Volten
anbieten: Ernährung, Tanz, Lust.
Mr. Indecision liebt es, auf Parkbäumen
solopsisistische Ironieschleifen
aufzuzeichnen, mit dem Argument
der Gefahrlosigkeit. Vollkommene Beliebigkeit
ist in die Gesichter der Spaziergänger,
auch Läufer eingegraben, hündischer
Gebrauch von Freiheit. Die Hütte lockt,
die Kette, eintönig wohlschmeckender Fraß.
Einige Male der Versuch zur Begattung.
Tore dürfen übersprungen werden,
Aufhüpfer beklatscht, schnell dringt wieder
stinkende Einsamkeit durch, dieses Hinken,
Widerwille beim Anblick des Gefängnisgevierts.
Das Spiel ist leer, das Spielzeug – falls vorhanden –
festgefressen zwischen den Reißzähnen.
Blut eine äußerste Seltenheit. Alles knurrt,
doch wie ein entwaffnend milder Ton.
Die Konkurrenz ist weit weg, faktisch
nicht existent. Auf das Studentenleben
folgt übergangslos das eines Pensionärs.
Immer dieselben Ausführungen von immer
den gleichen Frauen, egal, ob alt oder jung,
geistesabwesend und mehr oder minder
osteoporotisch. Der Hund, voller Mitleid,
wird nicht davonrennen, nur schnüffelnd
sich anschmiegen. Eine höchst politische
Entscheidung, ohne Emphase. Das mittlere
Alter im Anmarsch, keine Veränderung in Sicht
(Montag, 18. September 2005, 5 Uhr, Venedig)
xefo - 8. Nov, 10:41
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