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    <title>FranzSchiel : Rubrik:aus freien stücken</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>xefo</dc:publisher>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:date>2008-06-10T07:50:45Z</dc:date>
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    <title>FranzSchiel</title>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4221200/">
    <title>NOTIZ ZU Z.</title>
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    <description>Tampons, Pfropfen in Zeitungspapier,&lt;br /&gt;
Monatsblutspritzer an den Wänden,&lt;br /&gt;
schiefe Betten auf rutschigen Parkettböden,&lt;br /&gt;
ein Bonmot nach dem andern,&lt;br /&gt;
an der Donau, im Wäldchen, beim Flughafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geraubte Jugend,&lt;br /&gt;
die entgangenen Freundschaften,&lt;br /&gt;
keine Tänze, keine Verrücktheiten,&lt;br /&gt;
die niemand ahndet. Weibliches,&lt;br /&gt;
das noch nicht entschieden war. Wunden,&lt;br /&gt;
die funkelten, und am Kaputtwerden&lt;br /&gt;
mit Entzücken arbeiteten.&lt;br /&gt;
So gehen, daß der Bleimantel nicht drückt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Montag, 08.08.2005, 15.10 Uhr, Paris)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-11T07:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/3189971/">
    <title>NAHMTETE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/3189971/</link>
    <description>nahmtete &lt;br /&gt;
Form des Abschieds,&lt;br /&gt;
draußen auf dem Feld,&lt;br /&gt;
im Widderhalm, Wiederhall.&lt;br /&gt;
Nahmtete &lt;br /&gt;
Ausgleich fürs Immer-Weg,&lt;br /&gt;
Nie-Wieder-Hören,&lt;br /&gt;
Gehörn und Losgesagt,&lt;br /&gt;
Abgeschieden&lt;br /&gt;
und Großartigkeiten im Lauffeuer &lt;br /&gt;
läuft über zu uns,&lt;br /&gt;
Automatch als Erkennen,&lt;br /&gt;
wenn Wärme eindringt&lt;br /&gt;
aus dem Weltall in die Knochen &lt;br /&gt;
dem Manne, dem Kindi,&lt;br /&gt;
dem alles erlaubt ist, nichts kennt&lt;br /&gt;
von den inneren Drücken,&lt;br /&gt;
die Außenantworten verschweigen,&lt;br /&gt;
Sozialmundkontakte,&lt;br /&gt;
Augenschleimereien,&lt;br /&gt;
Nabelkonfusionen,&lt;br /&gt;
Angesaugtes, Ausgelaugtes,&lt;br /&gt;
und abends&lt;br /&gt;
ein Ich mit Thermophor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Montag, 18.06.2001, 23.50 Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;(Auf in den Süden! Rückkehr: 15. Jänner!)&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
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    <dc:date>2006-12-27T10:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/3104959/">
    <title>DONAUINSEL</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/3104959/</link>
    <description>spitz der Blick dieses Mannes von weitem, &lt;br /&gt;
schwarzweiß, durch das Loch im Plakat  &lt;br /&gt;
stülpte sich über mich, hier an der Donau, &lt;br /&gt;
auf der Insel, wo sich die Stadt aufbaut, &lt;br /&gt;
sehr klein hinter Gebüsch, Rollschuhbahnen, &lt;br /&gt;
und wie sie unterging, die Sonne, weiß-rot &lt;br /&gt;
über den Bezirken vor dem Kahlenberg, &lt;br /&gt;
wie die Wolken den halben Himmel verdeckten, &lt;br /&gt;
bombastisch, regenschwer, getrieben vom Wind, &lt;br /&gt;
im Abenddunkellicht. Ich stand auf der Brücke, &lt;br /&gt;
schaute hinunter, wollte mich durchs Papier &lt;br /&gt;
hinunterstürzen ins kalt aufquellende &lt;br /&gt;
vereinsamte Gewässer, ohne Wut oder Not&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mittwoch, 9.10.2002, 0.10 Uhr, Wien)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
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    <dc:date>2006-12-26T08:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/3082838/">
    <title>FRÜHLING</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/3082838/</link>
    <description>in der Hoffnung auf eine Rückkehr&lt;br /&gt;
des Lichts, den nächsten Frühling.   &lt;br /&gt;
Dazwischen: schlechterer Schlaf, Nässe und Kälte,&lt;br /&gt;
schlechteres Wachsein, verlangsamte&lt;br /&gt;
Annäherung an Karpfen und Gans,&lt;br /&gt;
Busserln und Kipferln; dazwischen:&lt;br /&gt;
Kingkong und Tapferes Schneiderlein;&lt;br /&gt;
Dazwischen: Überschuß, Umtausch, &lt;br /&gt;
Firlefanz, Abwahl; und geeicht, von selbst, &lt;br /&gt;
das Jahr, das alles neu bringen wird:&lt;br /&gt;
Glatteis, Schneeschmelze, Fremdenverkehr,&lt;br /&gt;
Überschwemmung, Koalition; Außen-&lt;br /&gt;
und Innen-Überwinterung. Nur 137 Nächte, &lt;br /&gt;
jede markiert, maskiert, maximiert,&lt;br /&gt;
voller dunkler unkontrollierter Geschehnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Montag, 4.11.2002)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-12-19T08:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/3080867/">
    <title>MORGEN IM MITTELALTER</title>
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    <description>keine einzige Tür offen; schwaches Licht&lt;br /&gt;
aus den Fenstern. Bis zur Stelle,&lt;br /&gt;
wo unten der Fluß rauscht und es schwer fällt,&lt;br /&gt;
Sommerblicke zu reproduzieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über glänzende Renaissancedächer,&lt;br /&gt;
in denen Erfindungen stattfinden,&lt;br /&gt;
Organisation geschmiedet wird, Zukunft&lt;br /&gt;
bestimmend, die weit über die Stadt hinausreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rauhe Dialekttöne, Kind und Mutter,&lt;br /&gt;
gegenseitige Befehle, ihre Echo,&lt;br /&gt;
kein Weinen; das alles gleich verhallt.&lt;br /&gt;
Was blieb? Nur dieses leere Sirren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zimmer aus dem kleinen elektrischen&lt;br /&gt;
Block im Hintergrund über der Tür;&lt;br /&gt;
und die Gewißheit, daß unter dem Geknäuel&lt;br /&gt;
im Rücken eine Frau liegt, die alles auslöscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Samstag, 16.11.2002, 9 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-12-18T17:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2755458/">
    <title>SCHON WIEDER HERBST</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2755458/</link>
    <description>von Westen her Eintrübung, Wind, schwüler,&lt;br /&gt;
überall eine Handvoll schwebender Menschen,&lt;br /&gt;
und zwischen den Häusern Sand und Blattwerk,&lt;br /&gt;
im Aufstieben die Augen verschleiernd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum trittst du auf die Brücke im Milleniumtower,&lt;br /&gt;
entscheidest du dich schon für den Rückzug,&lt;br /&gt;
drinnen bei Starbucks Kühle, Versinken&lt;br /&gt;
im butterweiche Gestühl, Kakao und ein Muffin:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch hier Preise wie die überall in London!&lt;br /&gt;
Und der Eiskaffee mit dem gestohlenen Obershäubchen&lt;br /&gt;
läßt dich fluchtartig aufspringen.&lt;br /&gt;
Abkürzungen, Umwege um Geschäfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Menschen, ins Nirgendwo blickend.&lt;br /&gt;
Am Donauufer nach dem Videokontrollabschnitt&lt;br /&gt;
Chaos im Verkehr: nur quergestellte Autos,&lt;br /&gt;
kein Blaulicht, von keiner Seite Rettung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Freitag, 29.8.2003, 15.30 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-10-04T00:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2753663/">
    <title>SOMMER-ENDE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2753663/</link>
    <description>Licht, Strahlung, Wärme, Blicke,&lt;br /&gt;
Haut, die sich noch arglos entblößt.&lt;br /&gt;
Getümmel vor Geschäften, Paare&lt;br /&gt;
an den U-Bahnabgängen, auf Bänken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kraft, nur laue Bewegung,&lt;br /&gt;
flüchtiges Schaufensterglück&lt;br /&gt;
mit Sommerschlußverkauf, Herbstangeboten.&lt;br /&gt;
Darum ging es nicht - im Gehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwischen ihnen allen hindurch,&lt;br /&gt;
an ihnen vorbei, schlendernd, schleifend,&lt;br /&gt;
mit blankem Augenkontakt:&lt;br /&gt;
Wichtigkeitsdarstellung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raum beanspruchend. Angemessen&lt;br /&gt;
im Fortschreiten Macht verteilt,&lt;br /&gt;
die nicht mehr abfällt, Energiesausen,&lt;br /&gt;
mich im Schweben neu aufgeladen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Donnerstag, 29.08.2002, 17.30 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-03T11:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2748179/">
    <title>WRESTLING</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2748179/</link>
    <description>wechselnde Darstellerinnen, und blieben doch gleich;&lt;br /&gt;
halb gespielte, halb ernstzunehmende Gewalt: abgewinkelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Beine der einen, die auf dem Kopf stand, ihr von hinten&lt;br /&gt;
gespreizter sehr zarter Arsch, zwei Münder mit gebleckten Zähnen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesichter in launischer Wut. Immer enger zog sie die Kette,&lt;br /&gt;
der anderen quollen die Augen, nach hinten geworfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit nahezu ausgerenkten Armen. Der Knebel im Mund&lt;br /&gt;
verschwand. Von oben herab  Brüste, um sich schlagend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gespreiztes schwieriges Fallen. Schläge in die nackte Scham&lt;br /&gt;
mit den Fersen. Huckepack auf dem Haarschopf, zurückgerissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kopf, der ganze abgeknickte Körper. Lachen, Geschrei,&lt;br /&gt;
im Lächerlichen endend, Wangen geknackt. Triumph von oben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn sich eine Umarmungen gestattet, auch nur zum Schein, denn so ein Kampf kann für Männer nie zu Ende gehn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 21.04.2002, 16.40 Uhr, Paris)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-02T05:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2657295/">
    <title>WERK</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2657295/</link>
    <description>dieses Werk gänzlicher Entschiedenheit&lt;br /&gt;
ist die Umkehrung der Vorstufen des Ich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Explosion unter der Weide hinter dem Stadel,&lt;br /&gt;
die Vater hervorrief, mit Hobel, Säge und Brunftgeruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hobelte, sägte vor den Augen der Mutter,&lt;br /&gt;
die wiederum die Steine zu seinen Füßen zusammenfügte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu einem Stall, samt Wiege, Heu, den Anschein ergiebiger Liebe.&lt;br /&gt;
Gegenseitiges Aufschauen verlieh dieser Sekunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beständigkeit, Ablenkung von Kesselschlachten,&lt;br /&gt;
heimlichen Schlachtungen im Keller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geburtsschwein versteckt sich in mir, dessen Aushauch,&lt;br /&gt;
der mich lähmte, zugleich immer auch antrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erhob mich über Gallensteine, Maikäfer, Schollenwurf, &lt;br /&gt;
Ochsenziemer und Verwandtschaftstödlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hatte ich keine Einsager mehr, nur Tierärzte, Tierblut, &lt;br /&gt;
Kadaver, Körner, die mich ummodelten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nägel aus der Vatertruhe für künftige Fixpunkte.&lt;br /&gt;
Niemand wählte für mich den Weg:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er war holprig, voller Steine, Dornen und Kronen.&lt;br /&gt;
Als ich aus dem Dorf hinausstolperte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lud sich mein Gedächtnis randvoll auf:&lt;br /&gt;
verankert im Schmerz innerelterlicher Badewannen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erinnert an die Ziele durch deren Schmutzränder.&lt;br /&gt;
Es kotzte in mir, doch Freude drang langsam durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht einmal ein Sechstel blieb mir zur Erinnerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Samstag, 03.05.2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;(Auf in den Süden! Rückkehr: 27. September!)&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-12T08:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2652337/">
    <title>LA DEFENSE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2652337/</link>
    <description>niemand erklärte mir den Namen: Pont du Puteaux -&lt;br /&gt;
Hure, Hurenkind oder vielleicht etwas ganz anderes.&lt;br /&gt;
Unablässig dröhnte der Verkehr. Schnell ging ich weiter&lt;br /&gt;
in eine viel stillere Gegend, verlassene Baustellen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bagger in der tiefen dottergelben Sandgrube,&lt;br /&gt;
der auch ein Kinderspielzeug sein könnte,&lt;br /&gt;
Spiegelflächen, die alles eindunkelnd verschärften,&lt;br /&gt;
mit kunstvoll abgestützten Hauswänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einem pompösen potjomkinschen Bezirksamt&lt;br /&gt;
eine Unzahl verschieden hoher Springbrunnen,&lt;br /&gt;
alle in einem unwiederbringlichen Moment zu Eis erstarrt.&lt;br /&gt;
Und zum Hügel, der hinaufführt zu La Defense,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wand aus Türmen, ausweglos über der Autostraße.&lt;br /&gt;
Inmitten von Gedröhn, Abgasen nur dieser eine Weg&lt;br /&gt;
quer durch den Busbahnhof, zwischen ununterbrochen&lt;br /&gt;
ankommenden und abfahrenden Bussen, und grünen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf den Fotos dann rot erscheinenden Ventilatoren,&lt;br /&gt;
die augenblicklich stillstanden, als ich sie fixierte.&lt;br /&gt;
Ort der Ruhe, eingebildetes Tatsachenbild. Und über mir&lt;br /&gt;
diese Bastionen ohne Gewicht, die Menschen in stummen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
traurigen Märschen, die Maschinen, Geräte, Möbel&lt;br /&gt;
fliegend, fleischig. Lautlose Explosionen, die alles&lt;br /&gt;
lächerlich machten, mich zum einzigen, der standhielt:&lt;br /&gt;
fährt nach oben, landet im schmetternden Gelächter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 21.04.2002, Paris)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-11T08:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/2643182/">
    <title>IN WEITRA</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/2643182/</link>
    <description>es weht Steine, Gräser näher heran,&lt;br /&gt;
Gelbes, undefiniert, hinter dem Gutshof.&lt;br /&gt;
Kratztechnik hier und drüber der Grenze,&lt;br /&gt;
auch deutsch. Fassaden, ohne Blendung.&lt;br /&gt;
Grabsteinabfall. Friedhof mit Harndrang.&lt;br /&gt;
Josef Glaser, Fleischer Selcher. Flußschlingen&lt;br /&gt;
aus dem Mittelalter. Der Dichter&lt;br /&gt;
S-zabo, wie man hier sagt, neun Uhr.&lt;br /&gt;
Weißer nebliger Mond über der Stadtmauer.&lt;br /&gt;
Schäfchen-Wolken, orangerot. Castellihaus,&lt;br /&gt;
an der mitteleuropäischen Wasserscheide.&lt;br /&gt;
Angesengte Holzbaukunst. Genickstarre.&lt;br /&gt;
Gotische Spitzbögen unter dem Rathaus,&lt;br /&gt;
Wasserreservoir im Granit. Faden, der sich&lt;br /&gt;
im Blitz als Drahtschleife entpuppt.&lt;br /&gt;
Drei Mädchen, angeblich im unterirdischen&lt;br /&gt;
Wirtshausgang plötzlich verschwunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Samstag, 12.07.2003, Weitra)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-08T15:07:00Z</dc:date>
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    <title>BOIS DE BOULOGNE</title>
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    <description>1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
worüber sie jubeln, &lt;br /&gt;
die halb aus dem Stein Drängenden, &lt;br /&gt;
nach vorn Gebeugten, &lt;br /&gt;
die Helme hebend über dem Automobil, &lt;br /&gt;
Männer mit Schnauzern,&lt;br /&gt;
die Frauen umringen, mit Federhüten -&lt;br /&gt;
der Frühling, implodiert zu einer Skulptur, &lt;br /&gt;
davon unbehelligt die Autos, &lt;br /&gt;
die an allen Seiten vorbeidröhnen, &lt;br /&gt;
Tinnitusdauerton -&lt;br /&gt;
Bois de Boulogne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitungsleser auf Baumstümpfen.&lt;br /&gt;
Daneben Hundeschererinnen &lt;br /&gt;
mit ihren schnappenden Scheren. &lt;br /&gt;
Und hinten ihnen die grellgrüne Linde, &lt;br /&gt;
einseitig nach links gezogen &lt;br /&gt;
von ihrer jungen Blätterlast, &lt;br /&gt;
die, feingliedrig hingehaucht, &lt;br /&gt;
einen Baum andeutet, der mehr ist: &lt;br /&gt;
dessen Inbegriff, ohne einen Gedanken &lt;br /&gt;
an den Herbst, dessen Farben schon blenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 21.04.2002, Paris)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-06-28T04:47:00Z</dc:date>
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    <title>IDENTITÄTSKONTROLLSTELLE</title>
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    <description>am Prenzlauerberg vor verschlossener Tür:&lt;br /&gt;
Identitätskontrollstelle, streng vertraulich.&lt;br /&gt;
Die Uhr fünf vor zwölf, Schreibmaschine,&lt;br /&gt;
wie die meine vor 20 Jahren, Stempel in Reihen,&lt;br /&gt;
Telefon ohne Anschluß, braune Plastikwaben&lt;br /&gt;
im Rücken, leerer Holzdrehsessel, rechts &lt;br /&gt;
und links nur wenige Blätter mit jeweils &lt;br /&gt;
vier kleinen Fotos, kein Hinweisschild auf dem Glas,&lt;br /&gt;
nur mein Spiegelbild, das mich standhaft blendet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 17.8.2003, Berlin)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-06-18T11:33:00Z</dc:date>
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    <title>AUS FREIEN STÜCKEN</title>
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    <description>1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Flucht - aus freien Stücken, gleich vor dem Haus&lt;br /&gt;
der Parkplatz - Glück. Und schwarz, von oben bis unten.&lt;br /&gt;
Nachklang auf Grund, der schmerzt, orgelhaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echofanfare - aus der hinaufgeschobenen Brille,&lt;br /&gt;
Obertöne von der Haartracht her - bis es hereinreicht,&lt;br /&gt;
Zubereitetes für die Pausen, die völlig unerwartet anbrechen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hände - verschränkt in die klirrende Stille. &lt;br /&gt;
In der Nuß das Chaos. In der Schale die Nuß. &lt;br /&gt;
Sirenen, Widerhall, Ein-Tönigkeit. Und schließlich &lt;br /&gt;
Eichhörnchen aus dem Beinahe-Nichts, schrille Londoner,&lt;br /&gt;
aus dem Schatten des Brompton Oratory Blitzlebendigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metzger am Tamtam - wie sie schwingen,&lt;br /&gt;
in allen Größen. Elektroton. Haftschalen,&lt;br /&gt;
vor dem Schlachtschußapparat, dreißig Sekunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammerwerk - so soll es zittern aus der Vergangenheit,&lt;br /&gt;
Meer des Todes, Blutangst. Kleine Gestik am Rand.&lt;br /&gt;
Und von allen Seiten die Alltagstragödie, rauschend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flatterzunge - in jedem Mund, der aufhorcht.&lt;br /&gt;
Reanimation, aus der Ferne. Reaktionsketten, wörtlich,&lt;br /&gt;
auf stabilem Fundament. Ich sitze geklappt, &lt;br /&gt;
die Klappe offen, der Orgel entkommen. &lt;br /&gt;
Ich sehe die Scharniere: sie sind blind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finalis - schon in der Mitte, bis zum Hauch, Doppel-Holzschlag. &lt;br /&gt;
Aufwind am Ende, kurz und würzig. Und wieder der nächste, &lt;br /&gt;
der atmet, und sie an der Ecke, nur Lauscherin, Leserin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schönklang - als Schlußlicht. Alles durchgespielt.&lt;br /&gt;
Jetzt das Essen, das tatsächlich herabschwebt,&lt;br /&gt;
aus der Schwäche; dampfend, eisig, am Magentropf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mittwoch, 6.11.2002, 19.50 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/aus+freien+st%C3%BCcken&quot;&gt;aus freien stücken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-10T07:59:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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