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    <title>FranzSchiel</title>
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    <dc:publisher>xefo</dc:publisher>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:date>2008-07-01T06:20:54Z</dc:date>
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    <title>FranzSchiel</title>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/5030744/">
    <title>WALD! WALD!</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/5030744/</link>
    <description>Alles verdirbt schlechter Buchgeruch &lt;br /&gt;
den Tag, die Inspiration, den Mut,&lt;br /&gt;
Widerstand gegen Schalen und Buckel.&lt;br /&gt;
Dieses geisterhaft sich Nachbildende: wie nah&lt;br /&gt;
es mir ist  dein ganz spezieller Augenfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wald, Wald, deine Augen wimmeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diese Ausschließlichkeit&lt;br /&gt;
deiner Grundentfaltung und daß du&lt;br /&gt;
den Vater liebst, liebst trotz tyrannischer&lt;br /&gt;
Rundumeinschränkung, Grundkränkung.&lt;br /&gt;
Nochmals: darin  in den Blicken, Selbstschreibungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wald, Wald, deine Augen wimmeln! -,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese unnachgiebige unglaubliche Präsenz.&lt;br /&gt;
in den wiederholten Bewegungsabläufen,&lt;br /&gt;
im Stillgehen, Stillstand. Im Ausholen&lt;br /&gt;
ins Ungewisse  Präsenz, im Mut zum Minmalen.&lt;br /&gt;
Und ich: knapp hintereinander zwei Halcion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wald, Wald, deine Augen wimmeln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Freitag, 19.12.2003, 1.10 Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
(Auf, auf in den Wald! Rückkehr: ca. 20.7.2008)&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-29T06:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/5011620/">
    <title>PSEUDOKINDERSPIEL</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/5011620/</link>
    <description>in dem Moment, da ihre Singstimme mich nennt, &lt;br /&gt;
fragend, ist wieder alles parat: dieses&lt;br /&gt;
penetrante Kopftuchrichten, die Blicke, starr&lt;br /&gt;
aus ihren Majal-Umrandungen, die abgebrochenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einladungen, Autofahrten mit altpersischem&lt;br /&gt;
Frauengesang, der ihr nichts sagt, Hotelcafés&lt;br /&gt;
als Fluchtorte der Verlegenheit: irgendwo werden&lt;br /&gt;
die Haare enthüllt, nach endlosen Verhandlungen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne irgendwelche Konsequenzen, außer daß sie&lt;br /&gt;
von Verstößen berichtet, Beobachtern, die sie&lt;br /&gt;
einer Bestrafung zuführen könnten, fremden Männern,&lt;br /&gt;
extra angereist, um sie zu züchtigen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit Zustimmung der Botschaft. Jetzt ihre Stimme,&lt;br /&gt;
die etwas träge Intonation, der helle duftende Klang&lt;br /&gt;
der deutschen Vokale, der plötzliche Kick unterm&lt;br /&gt;
Tisch, der wehtut, während sie lächelt, die Freundin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wegschaut, und im selben Moment meine Schläge&lt;br /&gt;
auf ihre Fingerspitzen, die immer härter ausfallen&lt;br /&gt;
in diesem Pseudokinderspiel: wer schneller schlägt,&lt;br /&gt;
wer zuerst wegzieht; und wie der Tisch reagiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Montag, 18. September 2005, 22.55 Uhr, Venedig)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-23T11:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/5003984/">
    <title>GOLD GOLDIGES</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/5003984/</link>
    <description>im Zug steigt Kopfschmerz auf,&lt;br /&gt;
rechts und links, er reicht Wochen, Monate&lt;br /&gt;
zurück, vielleicht Jahre. Was bedeutet das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es Schnitte, die mich auszeichnen?&lt;br /&gt;
Gold, Goldiges, wie ein Helm&lt;br /&gt;
oder Schein des Heiligen, Patronengürtel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfer hält sich bereit, mein Mantel.&lt;br /&gt;
Geschoße als Dornen, Erhebung, unversehrt,&lt;br /&gt;
aus der rasenden Fahrt in die Wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Tal, keineswegs des Jammers,&lt;br /&gt;
atmender Aufstieg, ohne diese penetrante&lt;br /&gt;
Innenluft. Rechts und links Berge,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch in der Ferne, mit Schneekappen.&lt;br /&gt;
Das ist vorbei, keine Sonne, nur Zischen&lt;br /&gt;
von Feldern und Ortschaften, Ausschnitten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwischen unverrückbaren Vorhangteilen,&lt;br /&gt;
einem fünffachen Heizungsschlitz.&lt;br /&gt;
Läge doch Schmerz vor mir, ausgebreitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie eine Stadt, deren Modell: harmlos weich,&lt;br /&gt;
aus Stoffen, über einen Spielzeugkoffer gespannt,&lt;br /&gt;
aus denen sich Stimmen erhöben, Gejubel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Samstag, 05.04.2003, 16.40 Uhr</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-19T10:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4994363/">
    <title>TRAUM VOLLER TRAUER</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4994363/</link>
    <description>weinend, abgewandt, mit angezogenen&lt;br /&gt;
Knien im Bett - ihr gestreifter Rücken,&lt;br /&gt;
ihr Kopf inmitten der Haare: ihn weit&lt;br /&gt;
nach vorn gestreckt, sie als Ganze&lt;br /&gt;
ein geknicktes S. Möchte allein weinen,&lt;br /&gt;
niemandem ihre Tränen zeigen,&lt;br /&gt;
keinem den Grund ihrer Trauer enthüllen &lt;br /&gt;
nur Trauer fühlen, darüber nicht reden.&lt;br /&gt;
Das Letzte wäre es, hätte sie jetzt eine zärtliche&lt;br /&gt;
Anwandlung. Der eine und der andere&lt;br /&gt;
versteht sie nicht, verstärkt nur ihre Scham.&lt;br /&gt;
Sie zieht sich zurück, verschließt sich im Bad.&lt;br /&gt;
Als Abgewandte erscheint sie wieder, und ist &lt;br /&gt;
nach diesen vielen entgangenen Augenblicken &lt;br /&gt;
eine sich fremde, vorwurfsvoll brennende Gestalt.&lt;br /&gt;
Das im Traum. Danach eingeklemmt&lt;br /&gt;
zwischen zwei Frauen, und keine weint.&lt;br /&gt;
Mich als Entscheidungswilligen verstört hingegen&lt;br /&gt;
das über mir hängende Gleichgewicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 11. September 2005, 3.40 Uhr, Venedig)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-15T09:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4983119/">
    <title>KEIN INTERESSE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4983119/</link>
    <description>er hatte eigentlich damit begonnen,&lt;br /&gt;
kein Interesse zu zeigen, zuzuwarten.&lt;br /&gt;
Nach Jahren begann auch sie,&lt;br /&gt;
kein Interesse zu zeigen, zuzuwarten.&lt;br /&gt;
Und er hoffte, daß sie nicht zuwartete,&lt;br /&gt;
daß das Nichtzuwarten plötzlich aufhörte;&lt;br /&gt;
daß sie ihm die Chance gab,&lt;br /&gt;
wie früher zu reagieren, darauf,&lt;br /&gt;
daß sie wieder Interesse zeigte;&lt;br /&gt;
daß sie abgewehrt werden konnte zum Schein,&lt;br /&gt;
um ihr Interesse zu stärken.&lt;br /&gt;
Diese Verschränkung aufgelöst im Lauf der Jahre,&lt;br /&gt;
und jetzt der Anschein,&lt;br /&gt;
daß beide in einer Warteposition verharren -&lt;br /&gt;
er glaubt an eine Rückkehr&lt;br /&gt;
in den früheren Zustand, in dem Fall,&lt;br /&gt;
wenn sie wieder Interesse zeigt,&lt;br /&gt;
wobei ungeklärt bleibt,&lt;br /&gt;
warum ihr Interesse geschwunden war.&lt;br /&gt;
Wozu sie zwischendurch anmerkte,&lt;br /&gt;
ein bestimmter Geruch sei nicht mehr da,&lt;br /&gt;
er entblöße sich nicht mehr,&lt;br /&gt;
ahme die frühere Schüchternheit nach.&lt;br /&gt;
Während er den Gedanken hegte,&lt;br /&gt;
es sei richtig zuzuwarten,&lt;br /&gt;
wodurch das Sexuelle&lt;br /&gt;
von selbst in den Hintergrund trat&lt;br /&gt;
und von ihr erwartet wurde,&lt;br /&gt;
daß sie immer wieder von neuem&lt;br /&gt;
eine Art Befreiung anbiete -&lt;br /&gt;
von dieser entsetzlichen Starre,&lt;br /&gt;
die er schon als Kleinkind erfahren hatte,&lt;br /&gt;
eingebunden mit gekreuzten Ärmeln&lt;br /&gt;
wie von einer Zwangsjacke in einen Wickelpolster,&lt;br /&gt;
zur Regulierung des Knochenwachstums,&lt;br /&gt;
Konzentration auf den Sehsinn.&lt;br /&gt;
Bewegung war Augenrollen,&lt;br /&gt;
Zwinkern, Zunge raus, rein, Grimassen,&lt;br /&gt;
Schweifen der Phantasie in die weiteste Ferne,&lt;br /&gt;
auf die nächste Wand, den Plafond -&lt;br /&gt;
Widerschein des Lichts vom Fenster her,&lt;br /&gt;
von der menschenleeren Dorfstraße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 04.05.2003, 18.20 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-10T07:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4972401/">
    <title>DONNERGESCHMETTER</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4972401/</link>
    <description>grün in diesem Nachtlicht der Brunnen.&lt;br /&gt;
Und vor dem Sockelstreifen der Kirche&lt;br /&gt;
von beiden Seiten verwischte Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regen, der alles schnell beschleunigt,&lt;br /&gt;
Geräusche verdichtet. Etwas fällt um,&lt;br /&gt;
Quietschen und Aufschlag, zwei-, dreimal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich, zwischen Vorhängen, unentdeckt,&lt;br /&gt;
angelockt vom einzigen Donnergeschmetter.&lt;br /&gt;
Draußen, mit unwissenden Mitspielern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
minimalen Veränderungen die Versuchsstation.&lt;br /&gt;
Auf diesem Feld treten Füße auf, ziehn sich&lt;br /&gt;
ruckartig zurück; dunkles Hin und Her, erhellend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lacken, zwischen Gitterstäben aufgleißend,&lt;br /&gt;
aus denen der Regen zurücksprüht.&lt;br /&gt;
Ich öffne das Fenster, zeige mein Gesicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Donnerstag, 11.9.2003, 10.10 Uhr, Venedig)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-05T08:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4954049/">
    <title>UND POTSDAM</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4954049/</link>
    <description>unbedacht in die nächste offene Tür:&lt;br /&gt;
sich steif halten, nach hinten stemmen,&lt;br /&gt;
der Blick schweifen lassend, unentwegt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so den Frauen entgegengetreten,&lt;br /&gt;
jungen und älteren, Müttern mit Kindern.&lt;br /&gt;
So auch eindeutigen Nichtberlinern,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den wenigen Schwarzen, halbwüchsigen Türken&lt;br /&gt;
in lärmenden Autos. Parks eher grau als grün.&lt;br /&gt;
Blumenbeete als nicht vorhanden vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein rasender Verkehr, wenig Stau.&lt;br /&gt;
Nur am Wochenende erzwungene Halte&lt;br /&gt;
bei Nikolasee. Warten auf dem falschen Bahnsteig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstieg, Ausstieg, Umkehr, Kontrollverlust.&lt;br /&gt;
Schließlich Geplätscher, ferne Segelparade,&lt;br /&gt;
langsam heranschaukelnde Sommerschiffe,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelage auf dem Villenabhang, Lesungen&lt;br /&gt;
an mehreren Orten zugleich. Und wo bleibt Potsdam?&lt;br /&gt;
Auf dem Plan, aber nicht wirklich vermißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Montag, 18.8.2003, 20.05 Uhr, Berlin)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-01T07:48:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4954062/">
    <title>ERSTER MAI</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4954062/</link>
    <description>sie, die mich trotz der Papilloma-Viren&lt;br /&gt;
küssen wollte, stieg in den Zug,&lt;br /&gt;
der nach Öl roch und trotzdem losfuhr,&lt;br /&gt;
unter einem makellos blauen Himmel -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Wendung nach rechts brachte&lt;br /&gt;
eine Bergkrone zutage, umgeben von roten, &lt;br /&gt;
weißen und wiederum roten Drachenfliegern -&lt;br /&gt;
der 1. Mai zeigte sich noch am zweiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an einigen Häusern beflaggt -&lt;br /&gt;
aus dem Buch stieg Erinnerung auf,&lt;br /&gt;
der Drang, Erinnerung zu erklären, Orte&lt;br /&gt;
der Erinnerung in mir, deren Art und Weise -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so dachte ich an Neuronen, Konvergenzfelder,&lt;br /&gt;
meinen Hippocampus, die Amygdala -&lt;br /&gt;
und die Nachricht, daß H.s Mutter&lt;br /&gt;
gestorben war, die mich verspätet erreichte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am Computer in Maislingers Bäckerei,&lt;br /&gt;
mit allen Illusionen der Gegenwart -&lt;br /&gt;
und sie im Zug, vielleicht schon angekommen,&lt;br /&gt;
die so scharf erdig riecht, so oft leichtfertig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an den Zähnen saugt - und wie die Stimme,&lt;br /&gt;
die nicht wirklich stimmhaft verständliche&lt;br /&gt;
abstellen, außer durch Ortswechsel -&lt;br /&gt;
und was, wenn es die eigene ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 04.05.2003, 19 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-28T07:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4948926/">
    <title>BOIS DE BOULOGNE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4948926/</link>
    <description>1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
worüber sie jubeln,&lt;br /&gt;
die halb aus dem Stein Drängenden,&lt;br /&gt;
nach vorn Gebeugten,&lt;br /&gt;
die Helme hebend über dem Automobil,&lt;br /&gt;
Männer mit Schnauzern,&lt;br /&gt;
die Frauen umringen, mit Federhüten -&lt;br /&gt;
der Frühling, implodiert zu einer Skulptur,&lt;br /&gt;
davon unbehelligt die Autos,&lt;br /&gt;
die an allen Seiten vorbeidröhnen,&lt;br /&gt;
Tinnitusdauerton -&lt;br /&gt;
Bois de Boulogne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitungsleser auf Baumstümpfen.&lt;br /&gt;
Daneben Hundeschererinnen&lt;br /&gt;
mit ihren schnappenden Scheren.&lt;br /&gt;
Und hinten ihnen die grellgrüne Linde,&lt;br /&gt;
einseitig nach links gezogen&lt;br /&gt;
von ihrer jungen Blätterlast,&lt;br /&gt;
die, feingliedrig hingehaucht,&lt;br /&gt;
einen Baum andeutet, der mehr ist:&lt;br /&gt;
dessen Inbegriff, ohne einen Gedanken&lt;br /&gt;
an den Herbst, dessen Farben schon blenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 21.04.2002, Paris)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-26T10:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4941984/">
    <title>KONZERT DER ORGANE</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4941984/</link>
    <description>braune glittrige Anzüge, auf Stangen&lt;br /&gt;
aufgereiht, während sich schon&lt;br /&gt;
der Abstieg der Engel  oder derjenigen,&lt;br /&gt;
die als Engel auftreten wollen &lt;br /&gt;
abzeichnet: an die Wand gemalte Gesichter,&lt;br /&gt;
mit ihren geschlossenen Augen&lt;br /&gt;
genau das sehend, was mir vorschwebt &lt;br /&gt;
Organe als Instrumente. Organkonzert.&lt;br /&gt;
Organharmonisierung, auch deren Parodie.&lt;br /&gt;
Die Handlanger in ihren Anzügen&lt;br /&gt;
marschieren jetzt los, quer durch den Raum,&lt;br /&gt;
als Bläser, Schläger, auch Sänger.&lt;br /&gt;
Wer erklimmt die blaue Bühne zuerst?&lt;br /&gt;
Wer vergrößert das Ohr, entblößt&lt;br /&gt;
das Rückgrat, wer bläht die eitrige Hand?&lt;br /&gt;
Keineswegs sehr schwierige Operationen&lt;br /&gt;
für solche, die das geübt haben,&lt;br /&gt;
mit Transparenz und Hintersinn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mittwoch, 24.04.2002, 17.40 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-22T07:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4929478/">
    <title>BAHNHOF</title>
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    <description>Bahnhof, schrieb er, in einem Atemzug, alles,&lt;br /&gt;
was blechern, hölzern, aus Holz, Metallzufall erzeugt.&lt;br /&gt;
Musik ist Fest, Beifall Fest am Bahnhof &lt;br /&gt;
wo alles steht und vorbeirauscht, aufbricht&lt;br /&gt;
und sich durch Weichen und Zeichen zwingt.&lt;br /&gt;
Ewige Baustelle, wenn man an Ausdehnung&lt;br /&gt;
vom Einstieg her denkt. Nur Fenster, Landschaft, wundervoll,&lt;br /&gt;
und ich, schwarzes Loch, das Problem, Parallelwelt &lt;br /&gt;
sechsundzwanzig Stimmen, es findet statt, wie&lt;br /&gt;
zu hören ist, Rascheln, Olivenhaine. Südnordostwind.&lt;br /&gt;
Chronos. Keine Zukunft, Prometheus am Fenster.&lt;br /&gt;
Gewissheit als Veränderung. Sänger im Glitzerhemd:&lt;br /&gt;
Alles kann sie tun, auch den Schatten zwirbeln.&lt;br /&gt;
Er, an der Treppe: Hohoho! Aus den Lautsprechern&lt;br /&gt;
etwas wie Rauch. Gas-Einfall von Rußland her,&lt;br /&gt;
nicht tödlich. Das Gespräch erwischt uns.&lt;br /&gt;
Anfang-Ende, damals auf dem Glasdach,&lt;br /&gt;
das unter uns nicht zusammenbrach. Anfang-Ende&lt;br /&gt;
für den Einflüsterer, dem mit dem Nie-wieder,&lt;br /&gt;
mit dem Keiner-Keine-Keines, mit dem Hau-endlich-ab!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mittwoch, 6.11.2002, 20 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-19T08:47:00Z</dc:date>
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    <title>RICHTIGER REGEN</title>
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    <description>richtiger Regen: der allen Abschaum&lt;br /&gt;
von der Straße wegspült, aus der Mitte&lt;br /&gt;
der Erdoberfläche, die sich vor mir spaltet,&lt;br /&gt;
einen ungeheuren Wasserstrahl emporschießt,&lt;br /&gt;
sich im selben Moment herabschüttet&lt;br /&gt;
vom Himmel, mich einsaugend aufquillt</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-16T06:45:00Z</dc:date>
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    <title>DER HUND</title>
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    <description>der Hund, sonst immer am Pflaster,&lt;br /&gt;
diesmal oben im Fenster, mit hängenden&lt;br /&gt;
Lidern und Lefzen, traurigen Augen,&lt;br /&gt;
wegen der fehlenden Flügel&lt;br /&gt;
oder des Urteils, nur in diesem Zimmer&lt;br /&gt;
unbeschreibliches Glück zu erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden Moment könnte er mir&lt;br /&gt;
oder dir in die Arme springen.&lt;br /&gt;
Aber er starrt an uns vorbei,&lt;br /&gt;
ohne uns zu ignorieren.&lt;br /&gt;
Wir sehen niemanden im Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Eingang hockt einer,&lt;br /&gt;
an einem Radio bastelnd,&lt;br /&gt;
bis eine unstete Melodie ertönt,&lt;br /&gt;
und dann die gleiche 50 Meter weiter&lt;br /&gt;
aus vier Lautsprechern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwei Männer mit Frau,&lt;br /&gt;
alle drei beschwingt das Schwanken&lt;br /&gt;
des Boots austarierend. Sie spiegeln&lt;br /&gt;
lachend das lebenslange Unglück&lt;br /&gt;
des Hundes, sein Gefesseltsein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber auch das Hoffnungsvolle&lt;br /&gt;
ihres eigenen Lebensentwurfs&lt;br /&gt;
im Vergleich zu endloser Treue,&lt;br /&gt;
unerbittlicher Freßabhängigkeit,&lt;br /&gt;
bornierter Streichelsucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Glück jetzt so offensichtlich,&lt;br /&gt;
während der Hund sich lautlos&lt;br /&gt;
und mißvergnügt ausstellt&lt;br /&gt;
ohne einen Gedanken an sein banales Ende&lt;br /&gt;
in der Schraube eines Vaporettos&lt;br /&gt;
oder unter einem Krangewicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Freitag, 9. September 2005, 22.50 Uhr, Venedig)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-05-12T10:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4917642/">
    <title>SCHLÄFER</title>
    <link>http://franzschiel.twoday.net/stories/4917642/</link>
    <description>sie lagen überall herum:&lt;br /&gt;
auf Bänken, im Rasen,&lt;br /&gt;
an Mauern, Straßenecken,&lt;br /&gt;
im Schwimmbad, auf Baustellen,&lt;br /&gt;
auf den Bahnhofsvorplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kam, ließ sie schlafen, voller Gnade:&lt;br /&gt;
legte jedem das Frühstück hin,&lt;br /&gt;
irgend etwas schnell Zusammengekauftes,&lt;br /&gt;
noch in der Folie, stellte&lt;br /&gt;
ihr Stativ auf und drückte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lagen überall herum:&lt;br /&gt;
auf Bänken, im Rasen,&lt;br /&gt;
an Mauern, Straßenecken,&lt;br /&gt;
im Schwimmbad, auf Baustellen,&lt;br /&gt;
auf den Bahnhofsvorplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kam, stahl ihnen blitzschnell&lt;br /&gt;
Momente selbsterschöpften Ruhens,&lt;br /&gt;
atmete ihren ausgepowerten Lebenshauch,&lt;br /&gt;
verkroch sich im Ungelebten.&lt;br /&gt;
Drehte sich um und ging&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sonntag, 16.06.2002, 0.30 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 xefo</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-09T12:16:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://franzschiel.twoday.net/stories/4907881/">
    <title>RAUCH</title>
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    <description>Rauch aus ihrem Mund, dem Hals,&lt;br /&gt;
der zur Drehleiter wies, den Blick&lt;br /&gt;
hinaufreißend zum fernen Ende beim Dach,&lt;br /&gt;
und in Viertelhöhe der Korb,&lt;br /&gt;
der dort festsaß, nur in der Phantasie&lt;br /&gt;
Gefährt einer plötzlichen Sehnsucht&lt;br /&gt;
nach Enthobensein, Erhabenheit,&lt;br /&gt;
begleitet von ihr trotz heftiger Abwehr,&lt;br /&gt;
eilfertig zum Schutz vor ungelenken Gedanken,&lt;br /&gt;
einem, der zwischen ihren Schuhspitzen&lt;br /&gt;
unten in der Dunkelheit hin- und herlief,&lt;br /&gt;
und einem, der oben um den Mund herum&lt;br /&gt;
ein kurzes Licht erzeugte, Lob&lt;br /&gt;
der Metaphysik, blitzschnellen Verdauung&lt;br /&gt;
alles Empirischen. Sie verließ den Hof,&lt;br /&gt;
kam wieder, rauchte, ging zurück und blieb,&lt;br /&gt;
bis drinnen die Musik verstummt war&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dienstag, 14.10.2003, 2 Uhr)</description>
    <dc:creator>xefo</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://franzschiel.twoday.net/topics/incipit&quot;&gt;incipit&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-05-05T07:47:00Z</dc:date>
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